Der Ruf der kunst

Wow, vor ca. 1 Jahr habe ich mich entschieden einen Blog zu starten. In dieser Zeit gab es so viele Veränderungen, große Veränderungen. Noch immer weiß ich nicht genau, wohin ich mit diesem Blog möchte oder welche Themen darin die größte Rolle spielen sollen, alles schwebt noch in Unsicherheit. Doch er hat mir geholfen zu erkennen, dass ich mehr Kreativität in meinem Leben möchte. Dass ich sie wirklich leben möchte und bereit bin, dafür Risiken einzugehen.

Ob man nun an Vorhersehung oder Schicksal glaubt, oder nicht… so ziemlich alles, was in den letzten Monaten geschehen ist, hat mich in eine Richtung geschubst, die ich nicht ängstlich ignorieren möchte. Also mache ich mich bereit für Neues und lasse grad mal alles auf mich einprasseln. Mal sehen, wohin das führt 🙂

In meinem letzten Beitrag habe ich darüber geschrieben, dass einem manchmal ganze Berge in den Weg gestellt werden, die nicht immer einfach zur Seite geschoben werden können. Es ging um einen starken inneren Drang, dem man z.B. aufgrund körperlicher Einschränkungen nicht nachkommen kann.

Ok, ich werde niemals Leistungssportlerin oder so. Dafür ist mein Körper nicht gesund und stark genug. Aber Kreativität ist etwas, das man nicht aufgeben muss. Sie kennt so viele Möglichkeiten um in Erscheinung zu treten und sich ihren Weg in die Welt zu bahnen. Wenn wir sie lassen. Ob Du malst, schreibst, Musik machst, nähst, Dich mit Make Up austobst, fotografierst,… alles ist eine Form der Selbstdarstellung, ein Teil von Dir. Etwas, das Dich ausdrückt.

Wie oft geben wir unserer eigenen Kunst keinen Raum? Sie wird behandelt, als etwas, das nicht so wichtig und nur Vergnügen ist, deshalb schieben wir Ideen auf, geben unserem Bürojob den Vorrang, denn der bringt schließlich das Geld. Doch es steckt so viel mehr hinter der kreativen Kreation. Sie kann tiefe Emotionen in uns und anderen auslösen. Glück, emotionale Blockaden, Spaß, Trauer, Wut,… Sie kann das Schöne und das Hässliche zeigen, eine innere Einstellung sichtbar machen, eine Person beschreiben. Ausdrücken, was in uns vorgeht und trotzdem Raum zur Interpretation lassen. Wir können zwischen den Zeilen lesen. Sichtbar machen, was wir mit Worten nicht auszudrücken vermögen. So tragen wir eigentlich immer unseren eigenen Therapeuten in uns.

Es gibt nichts Bunteres als die Welt und das Leben. Die wenigsten von uns sind aber so furchtlos aufgewachsen, dass sie sich trauen würden Risiken einzugehen und sich auf echte Abenteuer einzulassen. Unsere Familien wollten Sicherheit für unseren Lebensweg. Können wir ihnen das verübeln? Natürlich nicht. Der Haken dabei ist nur, dass – und ich spreche hier einfach mal nicht nur für mich- wir das Gefühl haben, unser Leben nicht bestreiten zu können, wenn wir unseren Herzen folgen. Dass es nur ganz wenige Auserwählte gibt, die mit ihrem Traum Geld verdienen. Dass man selbst nichts Besonderes ist und sich deswegen auch keiner für das interessiert, was wir zu sagen oder zu zeigen haben. Okay, vielleicht haben wir ja ein Talent, aber die Konkurrenz ist immer besser. Kommt Euch dieser Gedanke bekannt vor?

Dazu kommt der ewige Fluch des Vergleichens. „Wenn ich nur so singen könnte wie…“. „Wenn ich so perfekt tanzen könnte, wie…“. „Wären meine Ideen nur halb so gut wie die von…“. Ja ja, solche Gedanken kenne ich auch. Fakt ist aber, dass kein anderer Mensch auf der Welt exakt dieselben Erfahrungen hat, wie wir oder dieselben Ideen und Visionen. Sie können sich ähneln, ja. Wir bleiben trotzdem Individuen und wir werden immer jemanden treffen, der versteht, was wir machen und einen Sinn darin erkennen kann. Vielleicht ist es nicht die halbe Welt und ja, vielleicht reicht unser Erfolg wirklich nicht, um unseren kompletten Lebensunterhalt damit zu bestreiten. Doch wenn Kunst etwas ist, das zu uns gehört und uns wichtig ist, sollten wir sie nicht beiseite schieben und in uns verkümmern lassen, sondern eintauchen und uns selbst folgen.

Kreativität expandiert bis ins Unendliche und braucht keinen angepassten Rahmen. Deswegen verbinden wir mit ihr auch immer wieder das Gefühl von Unabhängigkeit, von Freiheit. Menschen mögen die verschiedensten Ziele im Leben haben, aber das ist etwas, wonach wir alle streben, oder?

Ich möchte mir eine Welt ohne wilde Ideen, künstlerische Provokation und Balsam für die Seele nicht vorstellen!

Teilt Ihr meine Gefühle zu Kreativität und Kunst? Habt Ihr kreative Hobbys oder vielleicht auch Berufe? Könntet Ihr darauf verzichten? Hinterlasst mir gerne Kommentare!

Außerdem freue ich mich, wenn ich Euch auch auf Instagram oder Facebook begrüßen darf ❤

Euer Otter

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