loutre badass – Eine Nacht in Colmar

Spontane Kurztrips, ich liebe sie! Ist es nicht perfekt, wenn eine Woche ganz normal beginnt, ihren Lauf nimmt und sich plötzlich ein kleines Zeitfenster für einen Kurztrip öffnet, mit dem man noch einen Moment zuvor gar nicht gerechnet hat? Letzte Woche hat es sich ein solches Fenster spontan für mich geöffnet. Also hieß es: Bienvenue en France!

Tatsächlich hat sich dieser Trip nur ergeben, weil mein Freund etwas aus beruflichen Gründen in Frankreich abholen musste. Dabei wohnen wir so nah an der Grenze, dass ich mich wirklich fragen musste, warum wir nicht öfter diese süßen kleinen Orte im Elsass besuchen. Manchmal fallen die schönen Dinge, die für uns leicht erreichbar sind, einfach unter unser Radar… Doch nicht diesmal!

Unser Weg führte uns in das malerische Colmar. Für die eine Nacht hatte ich ein kleines Zimmer in einem 1550 erbauten Haus in der Altstadt gebucht, das wirklich sehr süß hergerichtet war. In Sachen Romantik und Kitsch kam man dort auf jeden Fall auf seine Kosten 😀

Nach einer ersten Runde durch die Altstadt, wollte ich natürlich eine kleine Bootstour in Klein Venedig machen. Diese Touren dauern zwar nur 20 Minuten lang, doch ich konnte tatsächlich ein paar interessante Infos mitnehmen. Außerdem hat es einfach Spaß gemacht 🙂

Nachdem wir uns das Pfisterhaus, die Nachbildung der Freiheitsstatue, die St. Martin Kathedrale, das alte Kaufhaus und sämtliche kleinen Gassen besichtigt hatten, waren wir (besonders ich) sehr glücklich darüber, dass es überhaupt kein Problem war in Colmar auch vegane Gerichte zu bekommen. So konnten wir uns einen gemütlichen Abend in einem kleinen Restaurant machen, bevor es zurück in unsere kleine Unterkunft ging.

Wie auch schon am Tag, war es nachts sehr warm. Ohne Ventilator hab ich es kaum ausgehalten. Wie Ihr wisst, bin ich nicht gerade eine Sonnenanbeterin. Zuhause wäre ich wahrscheinlich mit schlechter Laune aufgestanden nach so einer Nacht, doch im Urlaub ist das irgendwie immer etwas anderes, man ist lockerer mit vielen Dingen. Findet Ihr das auch?

Den zweiten Tag haben wir in einem netten Café begonnen und mit Espresso und einem Gläschen Wein begrüßt. Endlich mal wieder etwas Zeit, sich wirklich zu unterhalten. Manchmal fällt es im Alltag nicht auf, dass man wenig spricht. Alles hat seinen routinierten Gang. Aus diesem Grund haben wir uns auch nicht gehetzt, sondern haben den Tag einfach kommen lassen, wie er war. Am Nachmittag saßen wir auch schon wieder im Auto, hörten einen Podcast, unterbrachen ihn , um die Themen zu diskutieren, versuchten einen Getränkeautomat an einer geschlossenen Tankstelle zu überreden, uns eine Cherry Coke auszuspucken (erweigerte sich standhaft), bestellten noch schnell in dem indischen Restaurant unseres Vertrauens unser Abendessen und waren dann auch schon wieder daheim.

Ja, so ein Kurztrip ist eben sehr schnell vorbei. Doch ich für meinen Teil kann daraus trotzdem sehr viel Energie und Inspiration ziehen. Dafür muss gar nichts Spektakuläres passieren, wie Ihr seht. Es ist das Gefühl, ein „neues“ Fleckchen Erde entdeckt zu haben. Sich daran zu erinnern, wie viele Unterschiede und Gemeinsamkeiten wir alle haben. Die Zeit mal etwas anders wahrzunehmen. Spüren, dass man nicht nur im Alltagstrott lebt.

Am Ende möchte ich Euch gerne noch ein paar Bilder da lassen, vielleicht bekommt Ihr ja auch Lust auf einen spontanen Besuch im Elsass 😉

Bis bald, Otter Crew!

Euer loutre badass

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